#1 Besonderes Erlebnis von Boltar 29.10.2012 13:01

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In meinen jungen Jahren haben mich viele Ängste regelrecht gequält. Von einer und der "Heilung" davon will ich hier berichten.

Von klein auf hat mir das, was die Tiefenpsychologie als "Archetypisches Bewußtsein" erklärt ***arg zu schaffen gemacht. Als Urmensch war man, wenn man allein im Wald war sehr schnell als Mensch Beute wilder Tiere - erst in der Gruppe hatte man beste Überlebenschancen - daher haben viele Menschen ein Problem in der Dunkelheit allein im Wald zu sein.
Bei mir bewirkte schon allein der Gedanke daran die totale Panik!

Mit 23 erlernte ich autogenes Training (eine Art Vorstufe der Meditation) und erfuhr die Funktion von Angst, deren körperliche und seelische Auswirkungen und natürlich wie eine bewußte Entspannungstechnik den Teufelskreis von Angst - Anspannung - Steigerung der Angst - Steigerung der Spannung - usw. aufhebt und aufbricht.

Beruflich bedingt (Erzieher in der Heilpädagogik) kannte ich z.B. auch die Technik der "Verhaltenstherapie" die meiner Ansicht nach der allgemeinen analytischen Therapie haushoch überlegen ist.
Es nützt mir verdammt wenig, wenn ich weiß WARUM ich eine Macke habe - denn das ändert nichts an meinem Fehlverhalten - aber in jedem Falle kann ich das Leben besser im Griff haben, wenn ich LERNE WIE ICH MIT DER MACKE ÜBERLEBEN KANN!

Ich habe aus diesen Erkenntnissen eben begonnen mich immer näher an meine Panikzustände heran zu arbeiten und dann wenn sie mich überfiel, mich sofort hinzulegen und autogenes Training zu machen.
Also ging ich abends wenn es noch hell war an den Waldrand (im Harz) und auch ein wenig direkt hinein...bis es dunkel wurde.

Bei solch einer Gelegenheit, als wieder die "eiskalten Händchen" nach meinem zaghaften Herzchen griffen, legte ich mich wie gewohnt sofort auf den Waldboden und begann mich unter bestimmten Formulierungen bewußt zu entspannen.

Und dann passierte etwas, was man mit der menschlichen Sprache kaum präzise erklären kann - es gibt nur eine Annäherung an menschliche Begriffe.

Ich hatte plötzlich das Gefühl völlig schwerelos zu sein und ein paar Zentimeter über der Erde zu schweben...im selben Moment hatte ich das Bewußtsein - nicht die Erkenntnis - das ALLES was um mich ist - jedes Staubkorn, jede Tannennadel, jeder Stein einfach ALLES BESEELT ist...

Das dauerte wenn es hochkam vielleicht nur den Bruchteil einer Sekunde an - aber es war eine so gewaltige tiefgehende Erfahrung die mich sehr beeindruckt hat.
Ich hatte damals schon einige ganz praktische Erfahrungen mit mir gemacht in der Beseitigung von konkreten Ängsten (vielleicht berichte ich auch mal darüber) aber diese spirituelle Seite hatte ich noch nie erfahren...zu der Zeit damals war ich noch Agnostiker.

Diese außergewöhnliche Erfahrung des bewußten Erkennens der Beseeltheit aller Dinge und das Schwebegefühl war so phantastisch - es läßt mich nicht mehr los.

Ich bin sehr glücklich daß ich das erfahren durfte.



***= Als Archetypus oder Archetyp (griechisch: Urbild, Mehrzahl: Archetypen) bezeichnet die Analytische Psychologie die im kollektiven Unbewussten angesiedelten Urbilder menschlicher Vorstellungsmuster. Archetypen sind nach der analytischen Psychologie psychische Strukturdominanten, die als unbewusste Wirkfaktoren das Bewusstsein beeinflussen, dieses präfigurieren und strukturieren. Viele der Archetypen sollen auf Ur-Erfahrungen der Menschheit beruhen, wie z.B. Geburt, Kindheit, Pubertät, ein Kind bekommen, Elternschaft, das Altwerden, Tod. Das tiefenpsychologische Konzept geht zurück auf den Schweizer Psychiater und Psychologen Carl Gustav Jung, der die Analytische Psychologie entwickelte. Quelle: Wikipedia

#2 RE: Besonderes Erlebnis von Mara 29.10.2012 19:03

Eine solche Erfahrung ist wirklich ein Geschenk

#3 RE: Besonderes Erlebnis von Boltar 31.10.2012 22:26

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Zweiter Erlebnisbericht
Phänomen ANGST – erfolgreich überwinden.

Angst begleitet den Menschen durch sein gesamtes Leben. Dieses Gefühl hat eine sehr wichtige, ja überlebenswichtige Funktion: Es bewahrt uns davor, unkalkulierbare Risiken einzugehen die den sicheren physischen Tod – besser die verfrühte Metamorphose einzugehen, bevor das „Klassenziel“ des Lebenssinns erreicht wurde und wir den Reifeprozeß gemäß unserer Planung nicht erreichen.
Das wäre in jedem Falle fatal und der Schöpfung gemäß, müssen wir dann den Prozeß wiederholen.
Angst ermöglicht uns also im gewissen Rahmen eine effizientere Bewältigung unseres Lebensprozesses. Das war also die positive Seite der Angst – wie immer im Leben hat jede Medaille zwei Seiten.

Es gibt Formen der Angst die zerstörerisch für viele Lebens- und Entwicklungsprozesse sind und den Menschen erheblich stören – ja zerstören können.
Viele Ängste behindern geradezu und können zu persönlichen und sozialen Katastrophen ausarten. Dabei wirkt Angst ansteckend mit einer Inkubationszeit von Millisekunden – man betrachte mal einen vollgefüllten Saal in dem ein Brand ausbricht...da kann sehr schnell eine Panik derartig ausbrechen, daß aufgrund der massiven kollektiven Angst jede Rettung die bei angstfreieren Spezies möglich wäre, komplett vereitelt werden.

Ich will aber auf eine andere Art von Angst hier zu sprechen kommen, die aber für den jeweiligen Menschen genauso zerstörerisch oder behindernd wirken kann, die aber mit etwas Übung, klarem Verstand und Vertrauen überwunden – besser geheilt werden kann.

Individuelle Ängste aufgrund von Traumata – das können Unfallerlebnisse, der Tod eines geliebten Menschen oder ein furchtbarer Alptraum als Kind sein.

Ich will hier von einem eigenen erfolgreichen Sieg über eine schlimme Angst im Laufe von gut 20 Jahren berichten, ich zitiere zu dem Zweck wieder aus meiner Biografie, die ich bereits an anderer Stelle erwähnte:

„Als ca. 15jähriger bekam ich plötzlich panische Angst vor Schäferhunden...so schlimm, daß ich Schweißausbrüche bekam und totales Muffensausen, nur wenn mir so ein Tier auf der Strasse begegnete...ich rannte in Hauseingänge vor Angst, die Hände zitterten und der Blutdruck stieg in gigantische Höhen.
Erstens war das mehr als peinlich für mich, als 15jähriger Kerl mit einem Kreuz wie ein Bär derartige panische Angst zu haben und zweitens nervte und behinderte es mich. Eines Tages erinnerte ich mich an einen bösen Traum, den ich als kleiner Junge immer wieder träumte...wenn ich Heute an diesen Traum denke, stehen mir als 58jährigen noch immer alle Körperhaare senkrecht, so sehr hat er meine Emotionen „im Griff“!
Es war einer dieser Alpträume in denen man weglaufen will, aber nur wie in Zeitlupe sich bewegen kann oder völlig erstarrt ist. Es war ein völlig surrealistischer Traum: Ich lief auf einem Waldweg und ein Wolf verfolgte mich (Wolf – transformiert zu Schäferhund...) dieser Wolf saß am Steuer eines kleinen Sportcabrios, einem roten Maico (eine Automarke der 50iger Jahre, später bauten sie nur noch Motorräder) ich versuchte weg zu rennen, aber ich kam nicht vorwärts...als ich mich dann umdrehte (jetzt kommt die Gänsehaut!!!) sah ich wie er mit aufgerissenem Rachen über die Windschutzscheibe sprang...
Danach habe ich einen Filmriss – ich weiß nur noch, daß ich wahnsinnige Angst im dunklen Schlafzimmer hatte nach dem Traum. Sonst habe ich keine Erinnerungen mehr.
Da lag also meine plötzliche Angst vor Schäferhunden – nach der Verhaltenstherapie überwindet man Tierphobien effizient, indem man sich langsam aber immer näher mit dem Objekt seiner Angst befasst, bis es zur Heilung kommt und die Angst völlig weg ist.
Einige Wochen nach dieser Erkenntnis – ich wohnte mittlerweile in der erwähnten WG in einem Dörfchen namens Deiderode im Landkreis Göttingen in der Nähe von Friedland und hatte gute Kontakte zur Jugend in dem Dorf
Einer der Jungs die ich kannte sprach mich eines Tages an, ob ich nicht einen reinrassigen Schäferhund haben wolle, es wäre eine Hündin, die sie nicht mehr verkaufen konnten und der Hund wäre ihnen zu viel, ich bekäme ihn geschenkt. Da überlegte ich nicht lange, einen kleinen Welpen der gerade 10 – 12 Wochen alt war, der kam mir gerade recht!
Also besorgte ich mir alles notwendige um einen Welpen aufzunehmen, klärte das mit dem Hausbesitzer und dem Kinderheim und holte den Welpen ab.
Angela (englisch ausgesprochen) nannte ich das kleine Fellbündel was sofort sehr zutraulich war und schon sehr frech...
Der Hund entwickelte sich prächtig und nach dem ersten Vierteljahr ging ich schon mit ihr auf den Hundeplatz des örtlichen Schäferhundevereins – trotz meiner noch währenden Panik – aber ich wollte in der Erziehung keine Fehler machen und nach 1,5 Jahren den Hund zum Schutzhund ausbilden.
Und nun passierte etwas total verrücktes...nachdem Angela ca. ein Jahr alt und ein ausgewachsener Hund war der sich voll unter meiner Kontrolle befand, hatte ich wieder einen Traum...ich lebte mit Schlittenhunden in einer einsamen hügeligen Gegend mit kleineren Wäldern und viel freien Steppenflächen und es war ein eisiger Winter mit viel Schnee. Um mich herum wimmelte es von Wölfen, deren schön-schauriges Heulen täglich zu hören war. Ich fühlte mich sicher, denn mein Blockhaus umgab ein hoher Palisadenzaun mit Schießscharten, sodaß meine Hunde und ich vor den Wölfen sicher waren, außerdem war ich bis an die Zähne bewaffnet.
Zunächst schoß ich die Wölfe aus der Sicherheit meines Hauses heraus...dann traute ich mich an meinen Palisadenzaun und schoß durch die Scharten. Die Entwicklung wurde immer abenteuerlicher, mein Jagdfieber wurde immer größer und ich fuhr mit dem Hundeschlitten hinaus und schoß in freier Wildbahn auf die Wölfe...das steigerte sich nun bis zum Exzess, daß ich nachts splitternackt ohne Waffe aus der Hütte rannte, mich unter die Wölfe warf und mit meinen Zähnen und Händen ein Blutbad anrichtete und keinen entkommen ließ, der Schnee war tiefrot und überall lagen Fetzen von zerrissenen Wölfen herum.
Als ich an dem Punkt angekommen war, wachte ich auf – und hatte für einen Moment das Gefühl über meiner Matratze zu schweben! Ich erlebte in dieser Nacht durch den „umgekehrten Traum“ meiner Kindheit die „Katharsis“ meiner Psyche.
Von der Nacht an war mit Hilfe eines Welpen meine fürchterliche Angst überwunden...jedesmal wenn mich seit dem ein fremder Schäferhund anbellt oder knurrt, sage ich ihm ganz leise...“Bursche...pass bloß auf, daß ich dir nicht gleich den Wanst bis zum Hals aufreisse!!!“
Ich habe Respekt vor fremden Hunden und weiß wie sie reagieren – dementsprechend verhalte ich mich und bin vorsichtig – aber die Angst kam nie wieder.
Mit dieser wichtigen Erfahrung, daß Verhaltenstherapie absolut wirksam ist, begann ich nun systematisch alle meine Probleme zu lösen.
Todesangst zum Beispiel habe ich völlig überwunden, indem ich mich über viele Jahrzehnte mit dem Tod auseinandersetzte, mit sehr viel Fachliteratur und ganz konkreten Erlebnissen, ich hatte die Gnade mehrere Menschen beim Tod begleiten zu dürfen, mir begegnete auf der Hochzeitsfeier eines Freundes eine junge Frau, die als Jugendliche aus dem Fenster stürzte und klinisch tot war, deren Vertrauen gewann ich und sie berichtete mir von dem was sie erlebt hatte. (Mittlerweile sind mir bereits insgesamt vier Menschen in meinem Leben begegnet, die bereits klinisch tot waren...welch eine Gnade!)
Bei mehreren Gelegenheiten als ich dem Tod nahe war durch schwerste Krankheiten, merkte ich wie ich „loslassen“ konnte und der Gedanke an den Tod nichts schreckliches mehr hatte, ich habe dadurch einen sehr starken „inneren Frieden“ erreicht auf den ich mich verlassen kann. Das hat etwas sehr beruhigendes und gibt eine sehr gelassene Sicht auf die Dinge.“ Zitat Ende

Immer wieder in meinem Leben habe ich die Erfahrung gemacht, daß ein angehen, oder besser - sich der Angst ganz konkret in kleinen Schritten zu stellen, die effektivste Methode ist diese auch aus seinem Leben zu eliminieren.
Eine gewichtige Komponente kam dann in meinen späteren Jahren – ungefähr ab 2008 durch den bereits in meinem vorherigen Beitrag hinzu – die Begegnung mit meinem „Heiler“. In vielen intensiven Gesprächen zeigte er mir eine völlig neue Sicht auf die Kräfte des Schöpfers und damit auf unsere eigenen Schöpferkräfte. Dies wurde dann bekanntermaßen in 2011 durch das Webinar mit Danny entscheidend ergänzt und intensiviert.

Mir wurde inzwischen klar, daß mein aktives herangehen an Ängste – so wie ich es aus der Fachliteratur über Verhaltenstherapie theoretisch gelernt hatte genau der richtige Weg ist. Heute bin ich sicher, daß ich damals unbewußt bereits den spirituellen Teil dieser Arbeit mitgetan habe, daß ich dabei eine Art „geistiger Führung“ erfahren habe – weil ich daran geglaubt habe...es heißt ja im Volksmund: „Hilf dir selbst – dann hilft dir Gott!“
Ich bin heute fest davon überzeugt, daß man alles erreichen kann, wenn man im Sinne der Schöpfungsgesetze sein Schicksal selber in die Hand nimmt.
Keine Angst der Welt ist in der Lage dich niederzuhalten, wenn Du an Dich selbst glaubst und Dich Dir selber stellst und darauf vertraust, daß Dich der Schöpfer und Deine Schutzengel niemals allein lassen.
Genau deshalb sind auch die „Schöpfermethoden“ von Grabovoi und Petrov (richtig geschrieben?) so wertvoll – was Krankheiten überwindet kann im Prinzip auch die Angst heilen – denn Angst ist eine Krankheit der Seele.
Wenn also in der Zukunft irgendwann so ein „eiskaltes Händchen“ nach Deinem Herzchen greift, dann gib dem nicht nach, sondern gehe es beherzt an, vertraue auf Deine Schöpferkräfte und daß Du unsterblich bist.

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